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Nachrichtenarchiv

 Das Archiv der veröffentlichten aktuellen Mitteilungen (ab August 2015) zum Nachlesen.


Corona Briefaktion


Ältere Menschen waren und sind von der Corona-Pandemie stark betroffen, gehören sie doch aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe. Viele Senioren haben sich daher aus der Öffentlichkeit zurückgezogen oder ihre sozialen Kontakte reduziert. Besuche der Kinder und Enkel finden vielleicht immer noch nicht statt oder nur mit Sicherheitsabstand.

Zugleich kommt diese Personengruppe in der öffentlichen Diskussion nur sehr eingeschränkt in den Fokus. Meist wird über Schulen, Kindergärten, Gastronomie oder Pflegepersonal gesprochen. Deshalb nimmt die Stadt Biberach nun die ältere Generation bewusst in den Blick. In diesen Tagen erhält jeder Bürger der Stadt Biberach ab 75 Jahren einen Brief von Oberbürgermeister Norbert Zeidler sowie dem Ersten Bürgermeister und Hospitalverwalter Ralf Miller. Der Betreff des Schreibens, „Wir haben Sie nicht vergessen“, ist zugleich die Kernbotschaft.

Die durch Corona erzwungene Isolation der älteren Menschen macht der Stadtverwaltung Sorgen. In Biberach gab es über Einkaufsdienste durch Schüler und ehrenamtliche Initiativen eine große Welle der Solidarität. Dies ersetzt aber nur begrenzt persönliche Kontakte. „Mit diesem Schreiben möchten wir signalisieren, dass wir die zum Teil schwierige Situation auch älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger sehen und aktiv Hilfe anbieten“, erläutert Oberbürgermeister Zeidler.

Die Briefaktion, mit rund 3.200 Anschreiben, verfolgt aber noch ein weiteres Ziel, denn damit soll auch auf die vielen Hilfsangebote hingewiesen werden. „Es gibt in Biberach viele Angebote für ältere Menschen, die aber nicht jedem bekannt sind“, erklärt Hospitalverwalter Miller. Eine wichtige Funktion komme daher dem Seniorenbüro Biberach als kommunale Beratungsstelle zu. Diese Stelle könne Auskünfte zu allen Fragen rund um das Alter erteilen und weitervermitteln. Aus diesem Grund ist dem Schreiben auch der Flyer des Seniorenbüros beigelegt.

Für die Umsetzung der Aktion bekommt die Stadt tatkräftige Unterstützung durch den Stadtseniorenrat Biberach. Die Mitglieder des Vorstands übernehmen das Einkuvertieren der Briefe. Marlene Goeth, Vorsitzende des Stadtseniorenrats, freut sich über das Zeichen, das die Stadt an die Biberacher Senioren sendet. Der Stadtseniorenrat ist selbst von den Corona-Einschränkungen betroffen. „Viele unserer Angebote ruhen derzeit. Daher unterstützen wir sehr gerne diese Initiative der Stadt“, erläutert Marlene Goeth.

Obwohl der Alltag schrittweise wieder zurückkommt, ist noch nicht klar, wann wieder vermehrt Veranstaltungen und Angebote für Senioren stattfinden können. „Auch deshalb soll der Brief eine kleine Aufmunterung in dieser ungewöhnlichen Zeit sein“, so Zeidler.

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